Martin Scherag — “Denn ewig grünen die Wälder”
Konzept
Die Arbeit ist eine multimediale Spurensuche und setzt sich 60 Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland mit der Identität deutschstämmiger Brasilianer auseinander. „Denn ewig grünen die Wälder“ ist zugleich auch der Titel einiger Reiseberichte meines Großvaters, der vor 85 Jahren nach Brasilien emigrierte. Die multimediale Reportage nähert sich in Form von dokumentarischer Fotografie und Audio-Interviews den deutschstämmigen Bewohnern der Rua Testo Alto, eines der erstbesiedelten Wege, die ins Hochland führen. Im Zentrum der Dokumentation steht die Fragestellung, welche Vorstellung die Deutsch- Brasilianos mit ihren Vorfahren und ihrer deutschen Heimat verbinden. Die Geschichte der ersten deutschen Immigranten ist eng verbunden mit der südbrasilianischen Stadt Blumenau, die ihren Namen dem deutschen Dr. Hermann Blumenau verdankt, der 1850 mit 17 deutschen Familien als erster Siedler nach Itajai in Südbrasilien kam. Umfangreiche Ländereien sollten damals besiedelt werden, so dass Dr. Blumenau nochmals nach Deutschland reiste, um vor allem arme Landarbeiter davon zu überzeugen, als Siedler nach Brasilien zu kommen. Besonders viele Auswanderungswillige fand Dr. Blumenau im Pommern, unter anderem auch mein Großvater. Die Menschen aus Pommern kamen in das Tal Rio del Testo, in der Nähe der Stadt Blumenau und nannten diesen Ort in Erinnerung an ihre Heimat Pomerode. Heute, mehr als 150 Jahre später, ist Pomerode sprachlich und kulturell immer noch von den deut
Informationen
- Art und Umfang multimediale Fotoreportage / Fotografien als Wandhängung & Buch & Audioquelle für Interviews / 20-25 Bilder
- Abschluss Diplom (Kommunikationsdesign)
- Studienrichtung Foto
- Betreut durch Prof. Susanne Brügger und Prof. Cindy Gates
- E-Mail post@martinscherag.de
- www http://martinscherag.de
