Benjamin Duda MÄDCHEN SPIELVERDERBER WARMDUSCHER
Konzept / Informationen
Guck mal der da! Wie sieht die denn aus! Jeder kennt diese schnell dahin geflüsterten Floskeln, und die darauffolgende „Etikettierung“ einzelner Personen oder Personengruppen. Die einen sagen Vorurteile dienen der Orientierung in unübersichtlichen Situationen und Verhältnissen. Die anderen, dass Vorurteile die Herstellung und Aufrechterhaltung des eigenen Selbstwertgefühles sichern und der eigenen Identitätsbildung dienen. Dennoch fördern Vorurteile Interaktionsbarrieren und soziale Distanzierungen, welche die wichtigsten Instrumente zur Aufrechterhaltung schichtendifferenzierter Ungleichheit und damit implizit der Diskriminierung angehöriger niedriger Schichten sind. Da Vorurteile oft schon an Kleinigkeiten wie der Kleidung fest gemacht werden, besteht ein Teil der Arbeit aus inszenierten Selbstportraits. Die Variablen Kleidung, Mimik und Gestik verwandeln im Bruchteil eines Seitenumschlages ein und dieselbe Person in unterschiedliche Stereotypen. Anscheinend reichen drei Variablen aus um auf den sozialen Status und die innere Einstellung einer Person zu schließen. Der Betrachter kann nun mit dem „Spiel“ beginnen, und den dargestellten Stereotypen Vorurteile und Klischees zuordnen. Denn Kleidung wird ausgewählt um Signale zu senden, einer Gruppe anzugehören, oder ein Lebensgefühl auszudrücken. Durch diese Art der „Etikettierung“ entstehen in der heutigen Gesellschaft Interaktionsbarrieren und soziale Distanzierungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsschichten.
Art und Umfang Interaktionsbarrieren und soziale Distanzierung. Fotografische Inszenierungen. Ausstellung und Buch.
| Abschluss | Diplom (Kommunikationsdesign) |
| Studienrichtung | Foto |
| Betreut durch | Prof. Susanne Brügger
Wolfgang Flamisch |

